Mittwoch, 14. März 2018 | 07:06

Arbeitgeber erwarten leichte Zunahme ihrer Beschäftigtenzahlen

Zürich und die Zentralschweiz sind die treibenden Kräfte.

Infografik Manpower Arbeitsmarktbarometer 2Q18
Infografik Manpower Arbeitsmarktbarometer 2Q18

Gemäss den aktuellen Ergebnissen des Manpower Arbeitsmarktbarometers* dürften die Neueinstellungen im zweiten Quartal 2018 stabil bleiben (+1 %)**. In sechs der sieben untersuchten Regionen sind die Prognosen positiv. Am zuversichtlichsten zeigen sich Arbeitgeber in Zürich. Die Ergebnisse nach Sektoren fallen unterschiedlich aus. Insbesondere im Handel setzt sich der positive Trend fort. Alle Unternehmenskategorien gehen von einem Anstieg ihrer Personalbestände aus, wobei die Grossunternehmen am optimistischsten sind.

 

«Die Beständigkeit der Arbeitsmarktprognose widerspiegelt die Stabilität der Schweiz. Das schafft Vertrauen und ist der Grund, warum das Land weiterhin Talente und Unternehmen anzieht», kommentiert Leif Agnéus, General Manager von Manpower Schweiz. «Verbunden mit der Konsolidierung der europäischen Wirtschaftslage führt dies bei den Arbeitgebern und somit am Arbeitsmarkt zu mehr Zuversicht.»

 

Dynamische Arbeitsmärkte in Zürich und der Zentralschweiz

In sechs der insgesamt sieben untersuchten Regionen erwarten Arbeitgeber eine Zunahme der Belegschaften. Die meisten Regionen verzeichnen sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg. Die besten Beschäftigungsaussichten verzeichnet Zürich (+8 %) - hier waren die Arbeitgeber so optimistisch wie seit Herbst 2016 nicht mehr. Auch in der Zentralschweiz (+6 %) sind die Arbeitgeber zuversichtlich. Einzig in der Genferseeregion (-5 %) zeigen sie sich so pessimistisch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich sind die Prognosen für diese Region um jeweils 5 Prozentpunkte rückläufig.

 

Optimismus im Handel setzt sich fort

Bei den Sektoren ist das Bild etwas gemischter: In fünf der insgesamt zehn befragten Branchen rechnen die Arbeitgeber im Laufe der nächsten drei Monate mit einer Erweiterung ihrer Belegschaften. Die zuversichtlichsten Arbeitgeber finden sich in der Land- und Forstwirtschaft (+10 %). Diese erzielt das höchste Ergebnis seit sieben Jahren. Auch in der verarbeitenden Industrie (+4 %) und im Handel (+4 %) zeigen sich die Arbeitgeber zuversichtlich. «Im Handelssektor scheint nach der langen schwachen Entwicklung wieder Optimismus zu herrschen, und die Arbeitgeber beurteilen die Beschäftigungsaussichten nun schon seit einigen Quartalen positiv. Ihre gestärkte Zuversicht steht im Einklang mit dem Konsumklimaindex des SECO», erläutert Leif Agnéus. 

 

Vier Wirtschaftssektoren melden negative Werte. Die Arbeitgeber im Baugewerbe zeigen sich am pessimistischsten (-12 %) und gehen von den tiefsten Beschäftigungsaussichten seit knapp sechs Jahren aus. Der Sektor verbucht damit starke Einbussen im Quartals- (7 Prozentpunkte) und Jahresvergleich (13 Prozentpunkte). Der Sektor Bank- und Versicherungswesen, Immobilien und Dienstleistungen verzeichnet mit +2 % zwar positive Aussichten, aber dennoch das schwächste Ergebnis seit fast drei Jahren. Gegenüber dem Vorquartal gingen die Werte um 7 Prozentpunkte zurück und gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozentpunkte.

 

Je grösser das Unternehmen, desto besser die Aussichten

Alle vier untersuchten Unternehmenskategorien*** planen eine Ausweitung ihrer Personalzahlen im zweiten Quartal 2018, weisen aber einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorquartal auf. Nur die Kleinstunternehmen, bei denen sich nichts verändert hat, stellen eine Ausnahme dar. Die Arbeitgeber der Grossunternehmen planen die meisten Neueinstellungen (+10 %), gefolgt von den mittleren Unternehmen (+7 %), den kleinen Unternehmen (+4 %) und schliesslich den Kleinstunternehmen.

 

Deutsche Arbeitgeber sind voller Zuversicht

In Deutschland (+8 %) sind die Beschäftigungsaussichten die zuversichtlichsten seit sechs Jahren. In Frankreich (+4 %) stiegen die Werte im Vergleich zum Vorquartal und zum Vorjahr, ebenso in Österreich (+6 %). Italien ist das einzige untersuchte Land, das negative Aussichten meldet (-1 %). Damit verzeichnet es eine relativ stabile Entwicklung sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr. Neu nimmt auch Kroatien an der Umfrage teil, wodurch die Zahl der Länder auf 44 anwächst.

 

Weitere Details zu den Umfrageergebnissen finden Sie in der Medienmitteilung und Infografik im Anhang.

 

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie zudem auf: www.manpower.ch/barometer


Manpower Schweiz



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