Freitag, 14. September 2018 | 11:47

Boom in der Baubranche im zweiten Quartal 2018

Im Zuge der Einführung von BIM (Building Information Modeling) werden in der Schweizer Baubranche vermehrt Fachkräfte zur Besetzung offener Stellen in Organisations- und Finanzfunktionen gesucht.

Mit dem Wachstum in der Baubranche geht auch der steigende Bedarf nach Finanzfachkräften einher. Photo by rawpixel.com from Pexels
Mit dem Wachstum in der Baubranche geht auch der steigende Bedarf nach Finanzfachkräften einher. Photo by rawpixel.com from Pexels

Das Horváth-Ressourcen-Barometer verzeichnet im zweiten Quartal (April bis Juni 2018) einen Anstieg um mehr als 50% bei den ausgeschriebenen Stellen in diesen Bereichen. Urbanisierung, komplexere Bauvorhaben und die vermehrte Digitalisierung führen zu einem deutlich höheren Bedarf an spezialisierten Fachkräften.

 

Die zunehmende Urbanisierung der Schweiz und die Infrastruktur, die nicht mit den Bedürfnissen der Bevölkerung Schritt hält, erfordern eine schnellere und effizientere Abwicklung von Bauprojekten auf weniger Fläche, um die Erträge zu optimieren. Der Trend geht dahin, dass die Bauvorhaben von morgen automatisiert und durch Building-Information-Modeling-Plattformen (BIM) vorangetrieben werden, was wiederum neue Berufsfelder wie «BIM-Koordinator» eröffnet. In der Folge erhöhte sich im zweiten Quartal in der Baubranche der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in organisatorischen Funktionen um 155%. Verbesserte Planungsfähigkeit und Datenmanagement sind wichtige Erfolgsfaktoren bei grossen Bauprojekten. Horváth & Partners geht davon aus, dass der Wettbewerb um qualifizierte Ressourcen in diesen Funktionen weiter zunehmen wird.

 

Mit dem Wachstum in der Baubranche geht auch der steigende Bedarf nach Finanzfachkräften einher: Hier verzeichnet das Horváth-Ressourcen-Barometer einen Anstieg um 14% im zweiten Quartal 2018. Zwar hat sich die Zahl der Bauprojekte nicht wesentlich erhöht, diese sind jedoch grösser und komplexer geworden. «Mega-Projekte» mit einem Volumen von über einer Milliarde Franken, insbesondere im Infrastrukturbereich, stellen höhere Anforderungen an Finanzkontrolle, Risikomanagement und Modellierungs- (BIM) und Managementkompetenz.

 

«Das Potenzial für Produktivitätssteigerungen ist in keiner Branche so hoch wie in der Bauindustrie. Vermehrt drängen Innovationen wie BIM auf den Markt, die Arbeitsweisen effizienter gestalten. Die Digitalisierung ermöglicht eine lückenlose Transparenz über Baustellenabläufe, -kosten und -risiken. Besonders jene Unternehmen, denen es gelingt sich zwischen den marktseitigen Trends und den technischen Innovationen neu auszurichten, werden einen klaren Wettbewerbsvorteil erarbeiten und im dynamischen Umfeld der Bauindustrie als Gewinner hervorgehen», so Dr. Andreas Kollmer, Head of Business Unit Organization & Operations bei Horváth & Partners in der Schweiz.

 

Mehr dazu im Anhang. 




Horváth & Partners



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