Mittwoch, 24. Oktober 2018 | 12:16

Dank Qualitätslabel profitieren 251'000 Arbeitnehmende von betrieblichem Gesundheitsmanagement

Mit dem Label Friendly Work Space zeigen Schweizer Unternehmen, dass ihnen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden wichtig ist.

Anzahl Erwerbstätiger in ausgezeichneten Betrieben nimmt um 10 % zu
Anzahl Erwerbstätiger in ausgezeichneten Betrieben nimmt um 10 % zu

In den letzten 12 Monaten wurden 8 neue Betriebe mit dem Label von Gesundheitsförderung Schweiz ausgezeichnet. 17 weitere haben das anspruchsvolle Re-Assessment erfolgreich bestanden. Um speziell auf die Bedürfnisse von jungen Mitarbeitenden einzugehen, baut Gesundheitsförderung Schweiz das Angebot Friendly Work Space Apprentice auf.

 

Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist für viele Unternehmen ein wichtiges Element der Betriebskultur. Denn Wohlbefinden und Gesundheit der Mitarbeitenden sind die Basis für eine effiziente Gestaltung des Arbeitsalltages. Gesundheitsförderung Schweiz fördert entsprechend die Verankerung von systematischem BGM in Unternehmen und zeichnet vorbildliches Engagement mit dem Qualitätslabel Friendly Work Space aus.

 

Anzahl Erwerbstätiger in ausgezeichneten Betrieben nimmt um 10 % zu

An der diesjährigen Verleihung in Bern zeichnete Gesundheitsförderung Schweiz 8 Betriebe neu mit dem Label Friendly Work Space aus: das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, die Hirslanden Klinik Stephanshorn, das Bundesamt für Statistik, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, die Swisscom, Bouygues E&S InTec AG, die Altersheime Baar und die Aduno-Gruppe.

 

Den Auszeichnungsprozess erneut erfolgreich abgeschlossen haben 17 Unternehmen, so zum Beispiel die Swica, die seit 2009 mit dem Label Friendly Work Space ausgezeichnet ist, die Genossenschaft Migros Zürich sowie verschiedene Bundesämter.

 

Damit profitieren schweizweit insgesamt 251'000 Arbeitnehmende (+10 % gegenüber dem Vorjahr) von gesundheitsfördernden Arbeitsbedingungen.

 

Junge Arbeitnehmende besonders betroffen von gesundheitlichen Einschränkungen

Der von Gesundheitsförderung Schweiz regelmässig erhobene Job-Stress-Index erfasst gesamtschweizerisch das Verhältnis von Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz bei Arbeitnehmenden.

 

«Der Job-Stress-Index 2018 hat aufgezeigt, dass rund 27 % der Erwerbstätigen in der Schweiz einem schlechten Verhältnis von Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind», hält Prof. Dr. Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz, fest. «Dies führt unter anderem zu Produktivitätsverlusten. Es wäre also im Interesse jedes Unternehmens, eine Analyse bezüglich der Stresssituation zu machen», kommentiert Mattig.

 

Am grössten sind die stressbedingten Produktivitätsverluste bei den 16- bis 24-Jährigen. In dieser Altersgruppe machen sie insgesamt 21 % der Arbeitszeit aus (5,5 % durch Absentismus und 15,6 % durch Präsentismus). Zahlreiche junge Erwerbstätige weisen somit ein ungünstiges Verhältnis von Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz auf.

 

Um die psychische Gesundheit von jungen Erwerbstätigen im Setting Betrieb zu stärken, baut Gesundheitsförderung Schweiz das Angebot Friendly Work Space Apprentice auf. Das Programm richtet sich mit einer speziell konzipierten Website (www.fws-apprentice.ch) sowie Weiterbildungskursen an Berufsbildungsverantwortliche und BGM-Fachpersonen. Mit weiteren Massnahmen auf digitaler Ebene sollen in Zukunft junge Mitarbeitende direkt angesprochen und der Peer-to-peer-Austausch gefördert werden.

 

Alle ausgezeichneten Betriebe finden Sie unter  www.friendlyworkspace.ch


Gesundheitsförderung Schweiz



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