Donnerstag, 20. Juli 2017 | 13:33

Deutschschweizer Stellensuchende sind zuversichtlicher als Romands

Gemäss dem PageGroup Confidence Index (zweites Quartal 2017) beurteilen Stellensuchende in der Deutschschweiz ihre Karriereaussichten und den Schweizer Arbeitsmarkt wesentlich zuversichtlicher als Stellensuchende in der Romandie.

Realistische Lohnerwartungen (Foto: Pixabay)
Realistische Lohnerwartungen (Foto: Pixabay)

Vor allem während der vergangenen zwölf Monate haben sich diese Unterschiede ausgeweitet. Stellensuchende in der Deutschschweiz stehen dem Arbeitsmarkt fast doppelt so optimistisch gegenüber, wie Kandidaten in der Romandie.

 

64 % der Stellensuchenden in der Deutschschweiz erwarten, dass sich die Bedingungen im Lauf der kommenden sechs Monate verbessern - ein Anstieg von 23 % gegenüber dem Vorjahr (Juni 2016 bis Juni 2017). In der Romandie gehen lediglich 38 % der Kandidaten von einer Verbesserung der Arbeitsmarktbedingungen aus - ein Rückgang von -11 %, verglichen mit dem Vorjahr. Insgesamt waren in der Deutschschweiz 58 % zuversichtlich - +9 % mehr als im Vorjahr. Demgegenüber zeigten sich in der Romandie nur 46 % der Befragten zuversichtlich, was einem Rückgang von -7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

 

Realistische Lohnerwartungen

Schweizweit geht die Mehrheit der Stellensuchenden nicht davon aus, ihre Löhne (61 %) bzw. ihre Work-Life-Balance (67 %) verbessern zu können. Die Kandidaten in der Romandie sind diesbezüglich am skeptischsten:

 

  • 44 % der Kandidaten in der Deutschschweiz erwarten eine Gehaltserhöhung - was einem Rückgang von -2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In der Romandie gehen nur 37 % der Kandidaten von
    einer Gehaltserhöhung aus - ein Rückgang von -12 % gegenüber dem Vorjahr.
  • 41 % der Kandidaten in der Deutschschweiz sind zuversichtlich bezüglich der Verbesserung ihrer Work-Life-Balance - was einem Anstieg von +26 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Demgegenüber gingen nur 31 % der Kandidaten in der Romandie von einer Verbesserung ihrer Work-Life-Balance aus - im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von -17 %.

 

Jérôme Bouin, Managing Director bei PageGroup Schweiz, zufolge,«verstehen die Kandidaten durchaus, dass bei Löhnen nur wenig Spielraum nach oben besteht. Die meisten legen eine pragmatische, langfristig orientierte Einstellung an den Tag und verbinden einen beruflichen Aufstieg mit dem Stellenwechsel.

 

Gefragt sind zum Beispiel eine Erweiterung des Aufgabenbereichs, berufliche Weiterbildung und interne Ausbildungsmöglichkeiten. Arbeitgeber, die solche Entwicklungsmöglichkeiten anbieten, haben bessere Chancen, das Interesse der Spitzenkandidaten auf sich zu ziehen.»


PageGroup



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