Freitag, 24. November 2017 | 09:53

So hält die Berufsbildung mit der Digitalisierung Schritt

Bisher gab es praktisch keine koordinierten Aktivitäten zwischen Lehre und Berufsbildung um Veränderungen in den Berufsbildern vorherzusehen und darauf zu reagieren.

Das Projekt bietet ein handfestes Instrument, das die Berufsbildung auf ihrem Weg in die digitale Zukunft unterstützt. (Foto: Pixabay)
Das Projekt bietet ein handfestes Instrument, das die Berufsbildung auf ihrem Weg in die digitale Zukunft unterstützt. (Foto: Pixabay)

Die Hochschule Luzern will dies nun ändern. Sie hat im Auftrag der Metropolitankonferenz Zürich entsprechende Handlungsempfehlungen entwickelt und stellt diese der Berufsbildungswelt auf einer interaktiven Plattform zur Verfügung.

 

Die Berufsbilder sind von der Digitalisierung betroffen, das gilt vor allem für die gewerblichindustriellen, gesundheitsbezogenen und kaufmännischen Berufe. Als bedeutendster Bildungsstandort der Schweiz hat der Metropolitanraum Zürich Handlungsempfehlungen erarbeitet, damit die Berufsbildung die Veränderungen in den Berufsbildern vorhersehen und die Digitalisierung in den inhaltlichen Weiterentwicklungen miteinbeziehen kann. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Berufsbildung mit der Digitalisierung Schritt hält.

 

Handlungsempfehlungen

Unter der Leitung von Prof. Markus Wyss hat das Departement Informatik der Hochschule Luzern für rund 290 bestehende Berufsbilder die notwendigen digitalen Kompetenzen identifiziert - insgesamt konnten deren 23 festgelegt werden. Auf Basis von Gemeinsamkeiten wurden die Berufsbilder in zehn Cluster gebündelt. 

 

Für den Konstrukteur EFZ und den Automatiker EFZ - die beide zum selben Cluster gehören - wurden unter anderem folgende Kompetenzen identifiziert: Interaktion über Technologien, Zusammenarbeit über die digitalen Kanäle, Sensorik, Internet of Things, Umgang mit fachspezifischen Technologien und Lösung technischer Probleme. Eine der konkreten Handlungsempfehlungen für den Automatiker lautet, dass ein Lernlabor für die praktische Vermittlung der Technologiekompetenz, u.a. Internet of Things, geschaffen werden soll. Alle Handlungsempfehlungen stehen ab dem 23. November 2017 der Berufsbildungswelt auf berufsbildungdigital.ch zur Verfügung und bieten ihr erstmals die Möglichkeit sich über die Digitalisierung in der Berufsbildung zu informieren und auszutauschen.

 

Das Projekt bietet ein handfestes Instrument, das die Berufsbildung auf ihrem Weg in die digitale Zukunft unterstützt. Dank der interaktiven Plattform berufsbildungdigital.ch werden zudem zum ersten Mal koordinierte Aktivitäten zwischen Lehre und Berufsbildung in der Schweiz ermöglicht. René Portenier, Rekor der KV Business School Zürich, lobt das Projekt: «Erstmals kommt etwas Brauchbares zum Thema Digitalisierung auf den Markt. Das Konzept besticht durch seinen Pragmatismus und durch seine Nähe zur Bildungswelt.»

 

Es liegt im Interesse des Metropolitanraums Zürich und der ganzen Schweiz, die Berufsbildung in Bezug auf die Digitalisierung auf den neusten Stand zu bringen. Mit dem Projekt Digitalisierung in der Berufsbildung leistet die Metropolitankonferenz Zürich einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung des Erfolgsmodells des Schweizer Berufsbildungssystems.


Verein Metropolitanraum Zürich



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